Auszug aus einem Vortrag von Herrn Dr. Thorsten Kahl im Januar 2008


Wenn Sie sich Printmedien, aber auch Fernsehsendungen, anschauen, wie diese über Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung berichten, so wird sehr oft noch der Täter in den Mittelpunkt der Berichterstattung gestellt. Es scheint häufig so zu sein, dass der Täter dem Konsumenten nähergebracht wird, das Opfer aber in zweiter Reihe steht. Dieser Eindruck wird noch dadurch bestärkt, dass sich Politiker aller Couleur mit den Tätern beschäftigen, wobei es dabei, außer in den heißen Wahlkampfzeiten, zumeist um deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft geht. Dass Resozialisierung ein wesentlicher Faktor bei der Verbrechensbekämpfung im Sinne der zukünftigen Verbrechensreduzierung ist, versteht sich von selbst und wird auch von mir nicht angezweifelt. Angezweifelt wird jedoch von mir, inwieweit Opfer genügend in den Fokus der Allgemeinheit gestellt werden, inwieweit der Allgemeinheit überhaupt bewusst gemacht wird, was es bedeutet, Opfer zu sein und wie die Opfer zumeist lebenslänglich durch die erlittenen Taten leiden müssen.

Wir leben in der modernen Zeit, der Internetzeit. Betrachten wir die Ausführlichkeit des Täterbegriffs beispielsweise in Wikipedia und stellen dagegen die Definition des Begriffs Opfer, so fällt das Ungleichgewicht deutlich auf. Dem Opfer von Straftaten wird unter dem Oberbegriff „Kriminologie“ einige wenige Sätze mit Querverweisen gewidmet, der Täter wird in seiner Definition so ausführlich dargestellt, dass ein nicht unerhebliches Gliederungsverzeichnis erforderlich ist.

Der Vortrag heute soll dazu dienen, Ihnen sowohl den Opferschutz, aber auch meinen Verein, die Deutsche Opferhilfe e. V., näher zu bringen, bei dem ich die Ehre habe, Vorsitzender zu sein.

Womit sich unser Verein beschäftigt, lässt sich aus dem Namen schon unschwer ableiten. Unser Ziel ist es, sich um Opfer zu kümmern.

Was sind überhaupt Opfer?

Opfer sind Personen, die, wie ich bereits ausgeführt habe, fast unabhängig von der Schwere der Straftat „lebenslang“ bekommen. Lebenslang bedeutet, dass die erlittene Straftat, deren Schock, das erlittene Trauma, sich so im Menschen eingebrannt haben, dass diese ein Leben lang unter der an ihnen begangenen Straftat zu leiden haben. Kommt der Täter bereits nach zwei Drittel Verbüßung seiner Strafzeit zumeist wieder auf freien Fuß, so wird das traumatisierte Opfer weiterhin durch Alpträume oder aber durch gravierende Beeinträchtigungen seines normalen Lebens an die Tat erinnert. Ich möchte Ihnen hier den Begriff „Trauma“ ins Deutsche übersetzen, da die Griechen eine sehr treffende Definition des Erlittenen gefunden haben. Trauma bedeutet, „Verletzung der Seele“. Traumata sind belastende Ereignisse oder Situationen außerordentlicher Bedrohung oder katastrophenähnlichen Ausmaßes, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würden. Nur am Rande sei hier auf die posttraumatischen Belastungsstörungen eingegangen, die gerade heutzutage durch erlittene Kriegserlebnisse in aller Munde sind, diese werden, gleichwohl Verdrängungen angestrebt werden, immer wieder durch Introsive, d.h. sich ungewollt aufdrängende bildliche Wiedererinnerungen an das, was sie erlebt haben, belastet.

Ich möchte hier keinen Vortrag mit psychologischen Aspekten halten, sondern lediglich darauf hinweisen, dass einer Straftat ein ganzer Rattenschwanz von unbewussten psychologischen Reaktionen im Menschen folgt, wodurch sich der von mir verwendete Begriff „lebenslänglich“ erklären lässt und die Täter vielfach überhaupt nicht wissen, bzw. nicht wissen wollen, was sie ihren Opfern antun. In meiner eigenen Praxis als Opferanwalt habe ich vielfach Selbstverstümmelungen, Selbstmordversuche, aber auch vollendete Selbstmorde und ähnliches von Opfern mitbekommen, die auf tragische Weise das, was ich eben ausgeführt habe, bestätigen. Die Bestrafung des Opfers ist lebenslang. Während der Täter schon wieder auf freiem Fuß ist, ja, vielleicht bereits über eine weitere Straftat nachdenkt, quält sich das Opfer der ersten Straftat noch.

Sprechen wir über Sexualstraftaten, so reden wir immer über Vergewaltigungen. Früher wurde dieser Begriff tatsächlich nur für die eigentliche „Penetration des Gliedes in die Scheide“ verwandt, heute subsumieren, d. h. unterordnen wir unter diesen Begriff ein breites Spektrum unter § 177, angefangen bei der sexuellen Nötigung bis hin zur tatsächlichen ursprünglichen Vergewaltigung. Dabei ist – und dies ist sehr wichtig – stets die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers verletzt. Dies ist das höchste Rechtsgut, das durch § 177 StGB geschützt werden soll. Die darum herum angesiedelten Paragraphen schützen dieses Rechtsgut gegen jegliche Art des Verstoßes, unabhängig von Alter, Geisteszustand oder Art der Begehung. Zusammengefasst könnte man zu diesen gesamten Paragraphen sagen: Das Opfer sagt nein oder zeigt ein solches Nein konkludent, also nicht direkt durch Worte. Jeglicher Verstoß gegen dieses Nein führt zur Strafe nach diesen Vorschriften. Übrigens am Rande nur der Hinweis, dass seit einigen Jahren auch die eheliche Vergewaltigung unter Strafe gestellt wird.

Wer wird nun Opfer?

Um es gleich vorweg zu nehmen, der klassische Fall, in dem der fremde Mann hinter dem Busch im Park hervorstürmt, ist der seltenste. Tatsächlich nämlich kennen sich Opfer und Täter bereits sehr häufig irgendwie vor der Tat. Eigene Untersuchungen haben ergeben, dass lediglich 35 % der Frauen von einem fremden Täter missbraucht worden sind, alle anderen kannten den Täter entweder gut oder hatten doch zumindest schon des öfteren Blickkontakt. Diese Enge zwischen Täter und Opfer tritt besonders bei Straftaten gegen Jugendliche und in Familien zutage.

Eine große Frage ist, wer nun eigentlich Opfer wird. Wird das Opfer einer so bedeutenden Straftat Opfer aus Zufall oder durch eigenes Veranlassen? Diese Frage wird schon seit vielen Jahrzehnten ausgiebig diskutiert, wobei nunmehr eine Veränderung zugunsten der Opfer festzustellen ist.

Lassen Sie mich hier einige Lehrmeinungen, quasi zur Abschreckung, wiedergeben. Schneider, ein Tübinger Kriminologe, gelangt zu dem Ergebnis, dass das Opfer einer Sexualstraftat grundsätzlich ein starkes bzw. ausschließliches Verschulden einer Tat trage. Er geht offensichtlich von der Prämisse aus, dass in vielen Fällen die betroffene Frau tatsachenwidrig den Vollzug des Geschlechtsverkehrs als Vergewaltigung darstelle, wenngleich es sich dabei nur um eine eigentlich unverfängliche und von der Frau gewünschte Situation handele. Schneider führt dazu als Begründung den Wunsch der Frau nach Eroberung an, „wozu die Frau zunächst ihre Sexualität“, - ich zitiere wörtlich – „verkaufen müsse“. Nach seiner Ansicht genießen es die Frauen nämlich, wenn Männer um sie kämpfen. Sie möchten bewusst oder unbewusst zum Geschlechtsverkehr gezwungen werden, um einen scheinheiligen moralischen Anspruch zu wahren. Der betroffene Mann werde durch diesen Umstand zum Risiko gezwungen, dass die Frau oder das Mädchen die Situation nachträglich als Notzucht definiert.

In das gleiche Horn stößt Amelunxen, geschrieben in seinem Lehrbuch vor immerhin 50 Jahren, in dem er ausführte, dass gerade bei Kindern und Jugendlichen als Opfern von Sittlichkeitsdelikten die Tat weitgehend überhaupt erst durch das Verhalten der Opfer ermöglicht werde. Dieser Autor sieht nämlich eine Vergewaltigung oft durch drei zeitlich aufeinanderfolgende Verhaltensweisen des Opfers gekennzeichnet. Während der erste Akt in einer Art Koketterie der Frau besteht, die diese wie sie glaubt, unverbindlich dem Täter entgegenbringt und von diesem zwangsläufig als Einwilligung angesehen wird, erfolgt erst dann, nämlich bei der eigentlichen Tat, der unmissverständliche Widerstand des Opfers, der dann einer Resignation

- nicht einmal stets in völliger Passivität
- weicht.

Dass solche Vorurteile bei den Polizeibeamten – sofern sie diese übernommen haben dann zu verkrampften und opferfeindlichen Vernehmungen führen können, sei nur am Rande erwähnt, ergibt sich aber später noch aus den Zitaten von Opfern.

Meine eigenen Untersuchungen, wie auch Untersuchungen der letzten Jahre, haben ein anderes Bild von den klassischen Opfern gegeben.

Danach muss nämlich festgestellt werden, dass ein Opfer nicht schuldig an der Straftat ist bzw. diese verursacht hat. Meine eigenen Untersuchungen, wie auch die vielen Gerichtsfälle, die ich als Anwalt bearbeitet habe, sprechen eine deutliche andere Sprache. Danach nämlich kann jede Frau Opfer werden, ohne dass sie irgendwelche Vorzeichen gesetzt hat oder den Täter provoziert hat. Zwar gibt es sicherlich einige Frauen, die die Opferrolle anziehen, also der Nimbus-Theorie entsprechen, derzufolge die Frau schon als potentielles Opfer auftritt. Diese Fälle sind jedoch relativ selten und beziehen sich nur auf Fälle in Beziehungs- bzw. Bekanntschaftsverhältnissen. Das klassische Opfer jedoch wird von der Tat überrumpelt, es hat keine präventiven Möglichkeiten und wird auch nur einmal in seinem Leben missbraucht.

Über die Tat selbst zu reden fällt schwer. Sie können mir jedoch glauben, dass stets Erniedrigung, Scham, Wut, Furcht, Todesangst und ungläubiges Erstaunen zusammenkommen, die zu einer ungesunden Mixtur werden, die das Opfer ein Leben lang nicht mehr loslässt. Die Männer, d. h. die Täter, wissen zum größten Teil nicht, was sie ihren Opfern antun und welche Spätschäden diese erleiden. Die obligatorische Frage in den Strafprozessen nach den Schäden, die das Opfer im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung aufweist, dient nicht zur Verdeutlichung des Leids des Opfers oder dem Täter dieses Leid klarzumachen, sondern eher nur der Findung des Strafmaßes.

Ist das Opfer sexuell missbraucht, misshandelt oder vergewaltigt worden, so kommt die nächste Episode in der unendlichen Leidensgeschichte. Ab diesem Zeitpunkt allerdings – und hier mache ich Eigenwerbung – kann dem Opfer durch qualifizierte Hilfe, wie beispielsweise durch meine Opferschutzorganisation, beiseite gestanden werden. Das Opfer sollte in jedem Fall zur Polizei gehen und Anzeige erstatten, wobei das, wie eben angesprochen, eine weitere Leidens-Episode bedeutet. Ich möchte dabei noch nicht einmal auf die erniedrigenden gynäkologischen Untersuchungen eingehen, die zur Spurensuche unerlässlich sind und gerade in der heutigen Zeit der DNA-Forschung ein absolut unschlagbares Beweismittel sind, wenn man den Täter einmal kennt. Ich möchte vielmehr auf die Vernehmungstechniken der Polizei eingehen, so wie sie – ich betone: teilweise - aus Sicht der Opfer gesehen werden.

Bei der Kriminalpolizei hat sich eine deutliche Veränderung in der Behandlung von Opfern in den vergangenen Jahren abgespielt. Die Beamten sind heutzutage opferorientiert, d. h. nicht mehr nur misstrauisch und skeptisch. Während früher – auch in meiner entsprechenden Forschungsarbeit – noch Ausführungen getätigt wurden, denen zufolge Opfer als Angeklagte betrachtet wurden, die stundenlangen Verhöre als erniedrigend empfunden wurden bzw. die Behandlung insgesamt als deprimierend erachtet wurde, wird heute insgesamt positiver über die Polizei gesprochen. Dies betrifft – und darauf weise ich explizit hin – nur die Fachkommissariate, allenfalls noch den Dauerdienst. Ob die Verbesserung auch bei der Schutzpolizei festzustellen ist, mag dahinstehen und kann von mir nicht abschließend beantwortet werden. Ob mit oder ohne sensible Befragung bedeuten die zum Teil stundenlangen Vernehmungen der Opfer in jedem Fall eine psychische Beeinträchtigung, die nicht wegzureden ist, aber auch unerlässlich ist. Nur durch sorgsame Vernehmungen können die Opfer später als gute Zeugen gegen den Täter aussagen. Was auch bedauerlich ist, ist, wenn mehrfache Vernehmungen erforderlich sind, also häufig der erste Kontakt zur Polizei mit Nicht-Fachbeamten stattfindet, die zwangsläufig nicht über die fachbezogene Routine und Kenntnisse verfügen. Dass dadurch aber zwangsläufig die Mehrbelastungen für die Opfer entstehen, ist evident.

Was nach der Vernehmung passiert, ist das, was alle Opfer – gleich von welchen Straftaten – beklagen. Sie fühlen sich allein gelassen. Ein Mitglied meines Vereins, selbst in einen Mordfall involviert, beklagte dieses Gefühl in einem Gespräch einmal sehr drastisch. Es erwähnte, dass die Polizei mit ihren technischen Einrichtungen den Tatort verlässt und es dem Hinterbliebenen dieser brutalen Straftat überlassen bleibt, aufzuräumen, Blut abzuwaschen, Möbel aufzustellen. Diese Rückkehr in die Normalität, sofern es überhaupt so bezeichnet werden kann, ist mit das Brutalste, was einem Opfer geschieht. Es steht alleine da, sofern es nicht professionell betreut wird, verlässt den Tatort, verlässt die Polizeiwache und ist seinen Gedanken selbst überlassen. Aus eigener Anschauung kenne ich die Problematik, die hier lauert. Dies ist die Zeit, in der nicht wenige Selbstmordversuche oder Selbstmorde begangen werden, da das Opfer einfach nicht mit dem Schock der Situation fertig wird.

Ein nächster Schock, den das Opfer erwartet, ist die Gerichtsverhandlung. Auch wenn es durchaus heilsam sein kann, eine Vergewaltigungsgeschichte nochmals sehr dezidiert vor Gericht darzulegen, so ist die erneute Konfrontation mit dem Täter, sofern er nicht seitens des Anwalts des Opfers ausgeschlossen, belastend und mit einem hohen Stressfaktor versehen. Auch die zum Teil provokanten Fragen bei Gericht, zum Teil beruhend auf zu wenig einschlägiger strafrechtlicher Kenntnis, können das Opfer erneut verletzen. Ich erinnere mich beispielsweise an einen Fall in Darmstadt, bei dem der stellvertretende Landgerichtspräsident meine Mandantin in breitestem Darmstädter Hessisch gefragt hatte: „Wie tief war er denn drin?“ Abgesehen davon, dass hier lauter Protest von meiner Seite kam, wäre ein solcher Fall nicht nötig gewesen, hätte der Richter die Kommentierung zu dem Vergewaltigungstatbestand präsent gehabt.

Bei der Urteilsverkündung kann es zu der nächsten Ungerechtigkeit zu Lasten des Opfers kommen. Wird eine Tat lange Zeit nach der Begehung bei Gericht verhandelt, so bedeutet dies, dass das Opfer, das bereits mit der Verarbeitung oder Verdrängung begonnen hat, unterbrochen wird und wieder neu damit beginnen muss. Dass dadurch ein erhöhtes Belastungsmoment auf das Opfer einwirkt, wird bei Gericht in keiner Weise angesprochen. Statt dessen aber wirkt sich der lange Zeitraum zwischen Tat und Verurteilung strafmildernd auf das Urteil aus, da dem Täter diese lange Zeit der Ungewissheit und der drohenden Strafe ja eigentlich nicht zuzumuten ist und ihm damit ein Strafnachlass zu geben ist. Dies wohlgemerkt ist kein Witz, sondern höchstrichterlich fixierte Rechtsprechung in Deutschland.

Eine letzte Beleidigung des Opfers kann auch durch die Anwendung des - ach so hoch gelobten - Opfer-Entschädigungsgesetzes entstehen, nach dem jeder Mensch, der in Deutschland Opfer einer Straftat wird, Ansprüche gegen den Staat auf Entschädigung hat. Neben viel Bürokratie und langen Zeitspannen besteht auch hier die Perversion, die ich einfach so im Raum stehen lassen möchte, dass nur direkte Schäden aufgrund einer vorsätzlichen Gewalttat finanziell berücksichtigt werden. Wird ein Opfer durch den Täter bewusst direkt verletzt, so wird das Opfer-Entschädigungsgesetz ihm finanzielle Hilfe anbieten.

Ich habe Ihnen jetzt einen kurzen Überblick gegeben über Opfer und deren schwierige Situation. Da dieser Vortrag jedoch auch die Funktion der Werbung für meinen Verein hat, möchte ich Ihnen nunmehr zum Abschluss noch mitteilen, was wir tun und was wir leisten können.

Unsere Organisation besteht aus Anwälten, Richtern, Kriminalbeamten, Opfern und „normalen engagierten Menschen“. Allen ist gemeinsam das Bemühen, die schwierige Situation des Opfers zu mildern. In unserer Satzung ist fixiert, dass wir den Opfern von Straftaten und deren Angehörigen qualifizierte Beratung und Begleitung, orientiert an den persönlichen Bedürfnissen gewähren wollen, die betroffenen Menschen bei ihren Wegen durch Instanzen, Gerichte und außergerichtlichen Wegen begleiten, kurzum dafür sorgen, dass dem Opfer so wenig wie möglich Schaden durch die Verfahren und Instanzen nach der Tat entsteht. Wir begleiten die Opfer bzw. deren Angehörige bei ihren Gängen zu den Polizeiaussagen, zu Gerichtsverhandlungen, zu medizinischen Untersuchungen. Wir unterstützen die Opfer im juristischen Bereich, vermitteln psychologische Hilfe oder kämpfen für sie im Rahmen des Opfer-Entschädigungsgesetzes. Wir alle kommen aus verschiedenen Opferschutz-Organisationen bzw. sind aufgrund der eigenen menschlichen Erfahrungen dazu gebracht worden, Mitglieder des Vereins zu werden. Aufgrund unserer individuellen Erfahrungen sind wir auch sehr daran interessiert, keine überflüssige Bürokratie entstehen zu lassen, die nur Geld kostet und dem Opfer nicht zugute kommt.

Unsere Vereinsmitglieder sind, wenn es dann erforderlich ist, 24 Stunden für die Opfer da, zu jeder Tages und Nachtzeit. Wir sehen unser Verhalten als sozial engagiert und menschlich motiviert an, verfolgen keine pekuniären Interessen und Ziele.

Für all dies benötigen wir einerseits Geld, am liebsten durch wiederkehrende Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Auf der anderen Seite suchen wir stets engagierte Mitbürger, die bereit sind, bei uns mitzuarbeiten. Die Aufgaben sind vielschichtig und gehen von der aktiven Opferbetreuung – also Hilfestellungen, Begleitungen und Beratungen – bis hin zur Akquisition. Auch wenn Sie alle wie ich selbst vielbeschäftigt sind, so sollte stets ein wenig Platz und Zeit bleiben für soziale Belange. Bitte denken Sie auch immer daran, dass jeder Opfer werden kann, unabhängig von Geschlecht, Alter und Sozialstand. In einer solchen Situation wird jeder einfach nur zum Mitmenschen, der auf die Hilfe anderer Mitmenschen – nämlich uns – angewiesen ist.

ESSO sagte einmal in einem Werbespruch – und damit komme ich zum Ende: „Es gibt viel zu tun, packen wir es an.“

Helfen Sie uns und packen mit an bei der Deutschen Opferhilfe.

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